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Gute Nachrichten für Umziehende: auch wer aus privaten Gründen umzieht, kann jetzt die Kosten steuerlich geltend machen. Mit dem Gesetz zur steuerlichen Förderung von Wachstum und Beschäftigung sind Umzüge für Privatpersonen, die von Umzugsspeditionen durchgeführt werden, den haushaltsnahen Dienstleistungen gleichgestellt worden. Für Umzüge gelten somit die gleichen steuerlichen Regelungen des § 35a Einkommensteuergesetz wie für haushaltsnahe Dienstleistungen. Auf Antrag können bis zu 600 Euro von der persönlichen Einkommensteuer abgezogen werden. Voraussetzung ist die Vorlage einer ordnungsgemäßen Rechnung mit Datum, Rechnungsnummer, ausgewiesenen Arbeitskosten, ausgewiesener Mehrwertsteuer und Umsatzsteueridentifikationsnummer des Unternehmens. Die Zahlung des Rechnungsbetrages auf das Konto der Möbelspedition muss durch einen Beleg eines Kreditinstitutes nachgewiesen werden.


Grundsätzliches

Ein Umzug kostet immer Geld, das ist nicht zu vermeiden. Dabei sind die Kosten für den Umzug selbst nur ein Teil der Gesamtkosten. Weitere Kosten belasten den Geldbeutel:

 

Da kann Einiges zusammenkommen.

Nicht alles ist aber so schlimm, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag.

Hier einige Tipps:

Entrümpelung - Beseitigung nicht mehr brauchbarer Möbel

Was in gutem Zustand und verwendbar ist, kann noch dankbare Nutzer finden. Die carritativen Einrichtungen sind hier geeignete Ansprechpartner. Pfarrer wissen oft, wenn Menschen Not leiden und materielle Hilfen willkommen sind. Es gilt hierbei aber realistisch zu bewerten, was wirklich noch in gutem Zustand ist und gebraucht werden kann. Der Rest gehört auf den Spermmüll oder muss anderweitig entsorgt werden. In manchen Kommunen gibt es eine regelmäßige oder individuell zu vereinbarende Sperrmüllabfuhr. Erkundigen Sie sich bei der Verwaltung nach den Terminen und nach den Bedingungen. Sie können auch einen Möbelspediteur mit der Entsorgung nicht mehr brauchbaren Hausrates beauftragen.

 

Kosten für den Umzugstransport

Sehen Sie dazu beim Vergleich der Kosten des Umzuges mit einem Spediteur und dem in Eigenarbeit durchgeführten Umzug weiter unten nach.

 

Maklerprovision

Der Wohnungsmakler darf für die Vermittlung einer Mietwohnung maximal zwei Monatsnettomieten verlangen, also die reine Kaltmiete ohne Nebenkostenvorauszahlung. Dazu kommt die Mehrwertsteuer.

 

Mietkaution

Eine Kaution wird nicht automatisch fällig. Der Vermieter hat aber ein Anrecht auf eine Kautionszahlung. Diese darf jedoch nicht mehr als drei Monatsmieten - ohne Nebenkostenvorauszahlung - betragen. Der Mieter darf die Kaution in drei Monatsraten zahlen. Die erste Rate ist bei Beginn des Mietverhältnisses fällig. Für die alte Wohnung gilt: die Kaution ist vom Vermieter spätestens sechs Monate nach Beendigung des Mietverhältnisses inklusive Zinsen zurückzuzahlen. Weitere Informationen gibt es beim Deutschen Mieterbund.

Neuanschaffungen

Bei Neuanschaffungen sind der Phantasie und im Preis nach oben keine Grenzen gesetzt. Vom Gebrauchtkauf auf dem Flohmarkt oder bei ebay bis zur Neueinrichtung in der Boutique oder Galerie. Entscheidend für die Kosten sind allein der persönliche Geschmack -und die Bereitschaft Geld auszugeben.

 

Renovierungskosten

Im Mietvertrag können Schönheitsreparaturen vereinbart werden, die der Mieter zu erledigen hat. Verträge, die bestimmen, dass der Mieter beim Einzug und beim Auszug zu renovieren hat, benachteiligen den Mieter. In diesen Fällen müssen Sie entweder beim Einzug oder beim Auszug renovieren.


Wohnungsbesichtigungen

Abhängig von der Entfernung, vom alten an den avisierten neuen Wohnort, lassen sich Wohnungsbesichtigungen nicht neben dem Berufsalltag organisieren. Hier ist es hilfreich, mit Hilfe einer Landkarte / Stadtplan vom neuen Wohnort einen Besichtigungstag oder ein Besichtigungswochenende zu organisieren. Sinnvoll ist, mehrere Besichtigungstermine so zu vereinbaren, dass die Strecken zweischern den Wohnungen möglichst kurz sind. Planen Sie pro Besichtigung etwa eine dreiviertel bis ganze Stunde ein, ebenso eine Pause, um nicht die Übersicht zu verlieren. Hilfreich ist auch, sich einen Grundriss oder ein Exposè geben zu lassen und unmittelbar nach der Wohnungsbesichtigung Notizen zu den Besonderheiten und Charakteristika der Wohnung zu machen.

 

Spartip: Umzugskosten als haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer abziehen

Gute Nachrichten für Umziehende: auch wer aus privaten Gründen umzieht, kann jetzt die Kosten steuerlich geltend machen. Mit dem Gesetz zur steuerlichen Förderung von Wachstum und Beschäftigung sind Umzüge für Privatpersonen, die von Umzugsspeditionen durchgeführt werden, den haushaltsnahen Dienstleistungen gleichgestellt worden. Für Umzüge gelten somit die gleichen steuerlichen Regelungen des § 35a Einkommensteuergesetz wie für haushaltsnahe Dienstleistungen. Auf Antrag können bis zu 600 Euro (20 5 von 3.000 Euro Bemessungsgrundlage) von der persönlichen Einkommensteuer abgezogen werden. Voraussetzung ist die Vorlage einer ordnungsgemäßen Rechnung mit Datum, Rechnungsnummer, ausgewiesenen Arbeitskosten, ausgewiesener Mehrwertsteuer und Umsatzsteueridentifikationsnummer des Unternehmens. Die Zahlung des Rechnungsbetrages auf das Konto der Möbelspedition muss durch einen Beleg eines Kreditinstitutes nachgewiesen werden.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem AMÖ-Spediteur.

 

Selber machen oder mit dem Spediteur umziehen?

Auch bei dieser Frage gilt wieder, umsonst umziehen geht nicht! Auch selbst umziehen kosten Geld.

Was aber kostet wieviel? Pauschale Werte lassen sich hier nicht angeben. Zum einen sind die Preise regional zu unterschiedlich, zum anderen sind die Einrichtungen der Wohnungen zu individuell.

Anhand der unten stehenden Liste können sie aber die Kosten überschlägig kalkulieren.

Bei einer durchschnittlich möblierten Wohnung von 75 qm Fläche sollten Sie beim Eigenumzug in jedem Fall von mindestens 50 Kubikmetern Umzugsvolumen ausgehen. Ist die Wohnung stark möbliert oder sind viele Schränke randvoll, kommt noch einiges hinzu. Vergessen Sie nicht Kelleräume, Speicher oder Nebenräume. Hier sammelt sich schnell eine Menge an.

Fahrzeug: Rechnen Sie großzügig bei der Fahrzeugmiete. Ein größeres Fahrzeug und weniger häufig fahren müssen ist in aller Regel günstiger als mehrfach mit einem kleinen Fahrzeug zu fahren. Sie brauchen ein Fahrzeug mit Kofferaufbau, lassen Sie sich für den Umzug kein Pritschen- / Planenfahrzeug vermieten. Prüfen Sie, ob sie das Fahrzeug überhaupt fahren dürfen und können! Kalkulieren Sie ggf. einen Fahrer ein. Vergessen Sie nicht, dass Sie das Fahrzeug vor der Rückgabe auch betanken müssen. Seien Sie aufmerksam bei der Versicherung. Viele Vermieter verlangen, dass das Fahrzeug Vollkasko versichert wird. Allerdings gibt es Eigenbeteiligungen bis zu 2.000 Euro und darüber hinaus! Ein Unfallschaden kann dann sehr teuer werden.

Verpackungsmaterial: Ersparen Sie sich Bananenkisten! Beim Umzugsspediteur erhalten Sie qualitativ hochwertiges Zubehör für Ihren Umzug. Verstärkte Kartons reißen an den Tragegriffen nicht aus und sind gut stapelbar. Hier bekommen Sie auch Packseiden, Luftpolsterfolien, Packdecken, Sackkarren, Möbelroller und was Sie sonst noch brauchen. Der Preis ist in aller Regel sogar günstiger als im Baumarkt oder beim Vermieter.

Helfer: Sie sollten eine ausreichende Zahl kräftige und motivierte Helfer einplanen, die zudem auch noch handwerkliches Geschick mitbringen. Denken Sie daran, dass Möbel abzuschlagen und wieder aufzubauen sind. Wenn eine Küche umgezogen werden soll, sind Tischler- und Installationskenntnisse notwendig. Planen Sie die Verpflegung der Helfer am alten Wohnort und am neuen Wohnort mit ein, Sie wollen doch die Motivation hoch halten. Eine üppige Dankeschönfeier nach dem Umzug ist das Mindeste, was Sie Ihren Helfern schuldig sind.

Schäden: Wenn Sie selbst umziehen, ist Ihr Hausrat während des Umzuges nicht versichert. Fällt einem der Helfer der Fernseher aus der Hand, müssen Sie mit ihm regeln, ob Sie selbst für den Schaden aufkommen oder ob Ihr Helfer für seine (zugegeben dann misslungene) Hilfe auch noch bezahlen muss.

 

Kalkulationshilfe für den Umzug in Eigenregie

Kostenart Kalkulationsgrößen Ihre Kosten
Fahrzeug (7,5 Tonnen) mit Kofferaufbau 35 cbm Tagessätze zwischen 100,- und 250,- Euro, je nach Wochentag und Fahrzeug  
Kilometersatz Zusatzkilometer 0,40 - 0,50 Euro / km  
Fahrzeugversicherung Tagessätze rund 25,- Euro  
Kraftstoff Etwa 15 l Diesel / auf 100 km (rund 16,50 Euro / 100 km)  
Verpackungsmaterial ca. 10,- Euro / cbm  
Helfer Verpflegung, "Dankeschöneinladung"  
Halteverbotszone Kommunal unterschiedlich  
Schäden an Möbeln / Einrichtung / Wohnung / Fußböden Abhängig vom Geschick der Helfer  

Kalkulation der Kosten mit dem Spediteur

Da die Kosten für einen Umzug mit einem Spediteur vom Leistungsvolumen und der Region abhängig sind, lassen sich an dieser Stelle keine pauschalen Aussagen treffen. Lassen Sie sich einfach von einem oder zwei Spediteuren aus Ihrer Nähe ein Angebot machen und vergleichen Sie Ihre Kosten mit dem Angebot des Spediteurs.

 

Umzugskosten von der Steuer absetzen

Ziehen Sie aus berufsbedingten Gründen um, können Sie bei der Steuererklärung unter Umständen einen Teil der Umzugskosten geltend machen. Mit den Pauschbeträgen sollen die sonstigen Umzugskosten abgedeckt werden.

Kosten können auch effektiv per Rechnung belegt und von der Steuer abgesetzt werden. Dazu zählen z.B. Kosten für einen Möbelspediteur und Maklergebühren.

Für eine Familie mit zwei Kindern, die am 26. Mai 2004 umzieht, wäre, sofern der Umzug beruflich bedingt ist, ein Pauschbetrag in Höhe von 1.600,- Euro bei der Steuererklärung geltend zu machen. Dazu kommt für umzugsbedingte Unterrichtskosten der Kinder noch ein Betrag bis zu 2.790,- Euro

Die Voraussetzungen dafür:

  • Erstmalige Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, oder
  • Wechsel des Arbeitgebers, sofern der Weg zur Arbeit unter Beibehaltung der bisherigen Wohnung unverhältnismäßig wäre; oder
  • Versetzung durch den Arbeitgeber, sofern der Weg zur Arbeit unter Beibehaltung der bisherigen Wohnung unverhältnismäßig wäre; oder
  • die Entfernung zur Arbeitsstelle verkürzt sich erheblich (Zeitersparnis mindestens eine Stunde täglich für Hin- und Rückfahrt).

Das Finanzamt erkennt für Umzüge, die nach dem 31. Juli 2004 stattgefunden haben, folgende Pauschbeträge an:

  • Für Ledige: 561,- Euro

Benötigen die Kinder Gründen Nachhilfeunterricht können bei der Steuererklärung zusätzlich "umzugsbedingte Unterrichtskosten" bis zu 1.409,- Euro geltend gemacht werden.

* "Andere Personen" sind der Ehegatte sowie die ledigen Kinder, Stief- und Pflegekinder. Es gehören ferner dazu die nicht ledigen Kinder und Verwandte bis zum vierten Grade, Verschwägerte bis zum zweiten Grade und Pflegeeltern, wenn der Berechtigte diesen Personen aus gesetzlicher oder sittlicher Verpflichtung nicht nur vorübergehend Unterkunft und Unterhalt gewährt, sowie Hausangestellte und solche Personen, deren Hilfe der Berechtigte aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen nicht nur vorübergehend bedarf.

 

Transportversicherung schützt vor Totalverlust

Wenn Sie bei Ihrem Umzug keine Umzugstransportversicherung abgeschlossen haben, und der Hausrat geht aufgrund eines durch ein unabwendbares Ereignis herbeigeführten Schaden verloren, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie völlig auf den Kosten sitzen bleiben. Bei konsequenter Anwendung der Rechtsprechung werden Sie in einem solchen Fall die Kosten für die Wiederbeschaffung des Hausrates bei Ihrer Einkommensteuererklärung auch nicht als Sonderausgaben geltend machen können.

Das hat der Bundesfinanzhof in einem ähnlichen Urteil entschieden (BFH, Urteil vom 26. Juni 2003 III R 36/01)

Tenor des Urteils:

Kosten zur Wiederbeschaffung lebensnotwendiger Vermögensgegenstände, wie Hausrat und Kleidung, die aufgrund eines unabwendbaren Ereignisses beschädigt oder zerstört worden sind, können mangels Zwangsläufigkeit nicht steuermindernd als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt werden, wenn der Geschädigte es unterlassen hat, eine allgemein übliche und zumutbare Versicherung abzuschließen.